Musikalische Transferprozesse zwischen Byzanz und dem Westen

FWF-Projekt P27115

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Missa graeca und bilinguale Gesänge in westlichen Handschriften

Der Terminus „Missa graeca“ bezeichnet Gesänge  des römischen Ordinarium missae mit griechischem Text in lateinischer Transliterierung bzw. Übersetzung. Diese Gesänge befinden sich vorwiegend in westlichen Choralhandschriften des 9. bis 11. Jhds. Dazu zählen:

- Gloria (Δόξα / Doxa),

- Credo (Πιστεύω / Pisteuo),

- Sanctus (Ἅγιος / Hagios) und

- Agnus Dei (Ἀμνὸς τοῦ θεοῦ / Amnos tu theu)


Neben der Missa graeca gibt es noch eine relativ große Zahl an bilingualen griechisch-lateinischen Gesängen, die in westlichen Handschriften enthalten sind, bislang noch nicht in Bezug zu dieser gesetzt wurden. Dazu zählen u.a.:

- die Gesänge der Kreuzverehrung am Karfreitag,

- die Hodie-Antiphone von Weihnachten, Ostern und Pfingsten,

- die zweisprachigen Alleluia-Verse für Weihnachten,

- die Antiphone des sog. Veterem hominem-Zyklusʼ für die Epiphanie-Oktave und

- der Cherubimhymnus („Cherubikon“).